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Dieser Artikel wird auch im QV-Forum diskutiert. Das QV-Forum ist ein privates Forum mit vorwiegend Benutzern von Casio-Kameras, aber auch fuer alle anderen Marken sehr offen. Bei Fragen, Anregungen und Kritik diskutieren Sie bitte in diesen Thread im QV-Forum mit oder kontaktieren mich via Email. |
Ein Adapter hilft:#1 die Kamera hochkant zu verwenden#2 einen Hoehenversatz zwischen den Einzelbildern zu vermeiden #3 ein Kippen um die Vertikale zu vermeiden #4 ein Kippen um die Horizontale zu vermeiden #5 durch Drehen um den Nodalpunkt Parallaxen zu vermeiden #6 durch Kippen um den Nodalpunkt Parallaxen zu vermeiden Die Folgen obiger Aufnahmefehler:#1Bei horizontaler Verwending der Kamera (Landscape) entsteht ein sehr breites Bild von limitierter Hoehe. Eine groessere Breite laesst sich problemlos durch mehr Aufnahmen erzeugen - eine groessere Hoehe nicht (ausser bei mehrreihigen Panos). #2 Ein Hoehenversatz hat zur Folge, dass der nutzbare Bildbereich kleiner wird. Beim Beschneiden koennen nur Bereiche verwendet werden, die in allen Bildern auftreten. #3 Neben Problemen beim Stitchen (Software muss die Bilder selbsttaetig gerade drehen) kann es auch hier zu einer Reduktion des nutzbaren Bereichs kommen, da eine Drehung um die Vertikale fast immer in Kombination mit Hoehenversatz auftritt. Selbst bei korrekter Drehung durch die Software wird in den Einzelbildecken Bildmaterial fehlen bzw. ueberstehen. #4 Neben perspektivischen Problemen beim Stitchen kommt es auch hier zu einer Reduktion des Bildbereiches. Selbst wenn die Cam immer gleich nach oben oder nach unten geneigt ist wird das resultierende Bild nach oben oder nach unten gebogen sein. Das beschnittenes Bild soll aber rechteckig sein -> Reduktion des Bildbereichs. #5 Bei Objekten unterschiedlicher Entfernung treten bei Drehung um einen Punkt, der nicht dem Nodalpunkt entspricht Parallaxen auf (3D-Fehler). Abhaengig davon, wie weit die Objekte vom Kamerastandpunkt und voneinander entfernt sind ist die Parallaxe mehr oder weniger stark sichtbar. Der Parallaxefehler wird mit zunehmendem Abstand Standpunkt<->Objekt geringer und mit zunehmendem Abstand der Objekte untereinander groesser. #6 Was fuer das Drehen um den Nodalpunkt (oder eben nicht um diesen) gilt, gilt gleichermassen fuer nodalgerechtes Kippen. Fuer mehrreihige Panoramen sollte der Adapter neben der Drehung um Nodal auch ein Kippen um diesen Punkt gestatten. |
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Fuer klassische Landschaftspanoramen (Entfernungen von 20 oder gar 50 Meter, die Objekte untereinander sind etwa gleichweit entfernt) bringt so ein Panaramakopf allenfalls Komfort. Die wenigen Zentimeter Versatz des Panorama-Drehpunkts zum Nodalpunkt erzeugen bezogen auf die grosse Entfernung bei ~ gleich weit entfernten Objekten einen kaum oder gar nicht sichtbaren Versatz. Dennoch kann ein einfacher Winkel sinnvoll sein, wenn man einfach nur die Kamera senkrecht stellen moechte. Wer hingegen Panoramen mit kurzen Entfernungen (0.5 bis 5 Meter) erzeugen will oder wer Objekte ablichten moechte, die untereinander eine deutliche Distanz bezogen auf die Gesamtentfernung haben, wird ohne exakte Ausrichtung Verzerrungen oder sogenannte "Geisterbilder" entdecken. Einen Teil dieser Verschiebungen kann gute eine Panorama-Stitching-Software (z.B. Panorama-Factory) verrechnen. Bessere Resultate erhaelt man allerdings mit einer guten Ausrichtung. |
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| Darueber hinaus vereinfacht ein Adapter unabhaengig vom Motiv die Aufnahme der Einzelbilder. Es sind zwar Vorbereitungen zu treffen (Ausrichten des Stativs und des Adapters), aber es kann teils sehr schwierig bis unmoeglich sein die Kamera freihand immer gleich hoch zu halten und sie bei der Drehung von Bild zu Bild nicht versehtlich zu kippen. |
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Beispiele fuer Parallaxefehler:Hier ein paar Beispiele auf kurze Entfernung in welcher Form und Auspraegung Parallaxen auftreten koennen.Die gleichen (und noch staerkere Fehler!) sind auch bei groesseren Entfernungen feststellbar, sofern die verschiedenen Objekte des Motivs nur weit genug voneinander entfernt sind! |
ohne Adapter |
mit Adapter |
| Der Unterschied ist nicht sehr auffaellig, da die Objekte alle etwa gleich weit von der Kamera entfernt sind (ca. 3 Meter). Im linken Bild (ohne Adapter) kruemmt sich der Schrank ein wenig zackiger und das rechte Fenster scheint etwas breiter als das linke zu sein. Drastischer werden die Unregelmaessigkeiten, wenn sich sowohl im nahen als auch im etwas weiteren Bereich Objekte befinden. Die beiden folgenden Bilder wurden im Automatikmodus der Stitchsoftware erzeugt: |
ohne Adapter |
mit Adapter |
| Bei guter Stichtsoftware kann man noch entscheiden, ob man beim Zusammensetzen der Fotos die Prioritaet auf den Vorder- oder auf den Hintergrund legt (manual mapping): |
Prioritaet auf Vordergrund |
Prioritaet auf Hintergrund |
| Alle drei Varianten ohne Panorama-Kopf sind nicht optimal. In diesem Fall kommt man ohne Pano-Adapter wohl nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Man muss aber fairerweise sagen, dass die Kamera auf dem gezeigten Hama-Stativ in Portrait-Stellung deutlich neben dem Nodalpunkt steht. Und natuerlich ist das Beispiel recht extrem. Die Flasche ist nur ca. einen halben Meter entfernt, der Schrank ca. 2-3 Meter. Entsprechend skaliert treten solche Entfernungsverhaeltnisse aber auch in der Stadt oder bei Landschaftsaufnahmen auf - z.B. 4 Meter entferntes Gelaender vor 20 Meter entferntem Haus oder 50 Meter entfernter Schornstein vor 250 Meter entferntem Panorama-Blick. |
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August 2003 by trozzreaxxion